Finanzierungs-Index


Wissenswertes über Kredite und Darlehen!

Abstattungsdarlehen (Einmaldarlehen)

Ein einmalig ausnützbares Darlehen. Nach Inanspruchnahme des Darlehens kann nur mehr zurückgezahlt und nicht wieder ausgenützt werden.

Abzinsung (Diskontierung)

Verfahren der Zinseszinsrechnung zur Berechnung des Barwertes zukünftiger Zahlungen.

Ausgangszinssatz

Im Fall einer anfänglichen Fixzinsvereinbarung wird im Kreditvertrag auch ein "Ausgangszinssatz" festgelegt, der während der Fixzinsperiode gemäß der Rechenmethode für variabel verzinste Kredite im Hintergrund angepasst wird. Nach Ablauf der Fixzinsperiode wird der Kredit mit dem errechneten variablen Zinssatz verzinst und in weiterer Folge angepasst.

Auszahlungsbetrag

Jener Kreditbetrag, der tatsächlich für die Investition zur Verfügung steht. Konkret ist dies der Darlehens-/Kreditbetrag abzüglich Bearbeitungsspesen, staatlicher Gebühren, Bereitstellungszinsen, Schätzkosten etc., soferne diese nicht gesondert bezahlt werden.

Bankgarantie (Guarantees)

Die unwiderrufliche Verpflichtung einer Bank, auf erstes Verlangen ("on first demand") des Garantiebegünstigten - ohne Prüfung des Grundgeschäftes - (abstrakte Bankgarantie) bzw. falls ein Dritter eine bestimmte Leistung nicht erbringt oder seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt (akzessorische Bankgarantie) zu zahlen.

Basel II

Mit der Basler Eigenmittelempfehlung von 1988 (Basel I) verfolgte der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht das Ziel einer Erhöhung der Stabilität der Finanzmärkte. Dabei wurde zunächst vom "eigentlichen" Bankrisiko, dem Kreditrisiko, ausgegangen, für das eine Eigenkapitalquote von 8 % des begebenen Kreditvolumens (in Form der risikogewichteten Aktiva) vorgesehen wurde, 1996 kam es zu einer umfassenden Ergänzung des Akkords um die Vorschriften zur Berücksichtigung des Marktrisikos (z. B. Wechselkursrisiko bei Fremdwährungskrediten oder Volatilität der Aktien). Basel II ist die nun laufende Überarbeitung des alten Akkords durch den Basler Ausschuss angegangen, mit den Zielen:

  • einer weiteren Annäherung der regulatorischen Eigenmittel an das tatsächliche Risikoprofil der Banken unter
  • umfassender Abdeckung aller wesentlichen Bankrisiken (Kreditrisiko, Marktrisiko, operatives Risiko) durch
  • anreizkompatible, flexible, theoretisch fundierte und operable Vorschriften, die auch bankinterne Methoden zulassen.

Bearbeitungsspesen

Mit den einmaligen Bearbeitungsspesen werden die Kosten der Bank in Zusammenhang mit dem Abschluss eines Darlehens/Kredites abgegolten.

Bonität

Bonität bezeichnet die auf Grund der Fähigkeit zur Schuldenbedienung gegebene Kreditwürdigkeit eines Schuldners.

Bürgschaft

Die Bürgschaft dient als Absicherungsinstrument für einen Gläubiger. Der Bürge verpflichtet sich für die Verbindlichkeiten eines Dritten gegenüber, dessen Gläubiger einzustehen, d. h. eine Bürgschaft zu übernehmen.

Darlehens-/Kreditbetrag

Dieser wird auch Nenn- oder Nominalbetrag genannt. Das ist jener Kapitalbetrag, der zu verzinsen und zurückzuzahlen ist.

Darlehensvertrag

Der Darlehensvertrag stellt eine entgeltliche oder unentgeltliche Überlassung von Geld oder anderer vertretbarer Sachen gegen die Verpflichtung der späteren Rückgabe von Sachen gleicher Art, Güte und Menge dar.

Effektivzinssatz

Bei Darlehen: Nach der Preisangabeverordnung (PangV) muss bei Krediten als Preis die Gesamtbelastung pro Jahr in Prozent angegeben werden. Bei Krediten, deren Konditionen für die gesamte Laufzeit des Darlehens festgeschrieben sind, heißt dieser Preis "effektiver Jahreszins". Wenn jedoch eine Änderung des Zinssatzes oder anderer preisbestimmender Faktoren während der Laufzeit vorbehalten ist, wird er mit "anfänglicher effektiver Jahreszins" bezeichnet. Mit Hilfe des Effektivzinssatzes können nun Darlehensangebote mit gleicher Zinsfestschreibung verglichen werden. Auch die übrigen in die Effektivzinsermittlung einbezogenen Faktoren (insbesondere Tilgungsfreijahre, Tilgungssatz, Art der Tilgungsverrechnung und Bearbeitungsgebühr /-entgelt) müssen für einen zutreffenden Preisvergleich identisch sein. Da aber die Berechnungsfaktoren meist nicht bekannt sind, ist der Preisvergleich über den Effektivzins problematisch. Auch bleibt eine Reihe preisbestimmender Faktoren unberücksichtigt, z. B. Wertermittlungskosten und Bereitstellungszinsen.

Eigentumseinverleibung

Damit Ihr Eigentum an einer Liegenschaft im Grundbuch eingetragen wird, ist eine Gebühr zu entrichten, die 1 % vom Kaufpreis beträgt.

Eintragungsgebühr vom Pfandrecht

Diese Abgabe kostet 1,2 % des eingetragenen Darlehens-/ Kreditbetrages in das Grundbuch.

Endfällige Tilgung

Während der Laufzeit der Finanzierung sind nur die Zinsen zu bezahlen. Die Kapitaltilgung erfolgt am Ende der Laufzeit in einem Betrag durch einen Tilgungsträger (fondsgebundene Er-/Ablebensversicherung, Investmentfonds etc.), der während der Kreditlaufzeit bespart wird.

EURIBOR

Der EURIBOR (= EURo InterBank Offered Rate) ist der wichtigste Referenzzinssatz für kurzfristige Geldanlagen im Euroraum. Für Fälligkeiten von einer Woche sowie ein bis zwölf Monaten werden täglich (ausgenommen 1. Jänner und 25. Dezember) anhand effektiver Umsätze jene Sätze gesammelt, welche führende Banken im Interbank-Markt untereinander in Rechnung stellen/ausleihen. Der EURIBOR ist der häufigste Index, der einer Kreditverzinsung zu Grunde gelegt wird.

Europäische Zentralbank (EZB)

Am 1. Juni 1998 mit Sitz in Frankfurt gegründet, gestaltet die EZB in der Wirtschafts- und Währungsunion der Europäischen Union die gemeinsame Währungs und Geldpolitik. In Zusammenarbeit mit den nationalen Zentralbanken der Mitgliedsländer (in Österreich die Oesterreichische Nationalbank), die die gemeinsame Geldpolitik ausführen, bildet die EZB das Europäische System der Zentralbanken.

Fixzinssatz

Der Fixzinssatz ist ein auf eine bestimmte Dauer vertraglich fest vereinbarter Zinssatz und kann in dieser Zeit weder vom Darlehensgeber noch vom Darlehensnehmer geändert werden. Die Vorteilhaftigkeit des Fixzinssatzes für den Finanzierungsnehmer liegt in der Absicherung gegen künftige Zinssatzsteigerungen und damit in der klaren Grundlage für die Planung von Investitionsprojekten sowie von Gemeinde- und Gebührenhaushalten. Fixzinssätze können mit Fixzinsbindungen von bis zu 25 Jahren angeboten werden. Da Banken erst nach Zuschlag einer Finanzierung die entsprechende Refinanzierung abschließen, müssen Fixzinsanbote auf Grund des bis zur allfälligen Zuschlagserteilung gegebenen Zinsänderungsrisikos sehr kurz befristet werden.

Fremdwährungsfinanzierung

Eine Fremdwährungsfinanzierung ist eine nicht auf Euro lautende Finanzierung. Sie wird häufig verwendet, um einen Vorteil aus einem niedrigeren Zinssatz, zu dem das Fremdwährungsdarlehen aufgenommen werden kann, zu ziehen. Da Fremdwährungen gegenüber dem Euro nicht stabil sind, unterliegen Fremdwährungsfinanzierungen zusätzlich einem Wechselkursrisiko.

Gesamtbelastung

Die Gesamtbelastung entspricht der Summe der über die Darlehens-/Kreditlaufzeit geleisteten Tilgungs- und Zinsenzahlungen ohne Kontoführungsgebühr.

Grundbuch

Das Grundbuch verbrieft alle Rechte und Pflichten, die eine Liegenschaft betreffen. Nur durch Eintragung können Rechte an einer Liegenschaft erworben werden. Eintragungen erfolgen immer aufgrund einer Urkunde.

Hypothek

Pfandrecht an einem bebauten oder unbebauten Grundstück zur Sicherung von Forderungen.

Leitzinsen (Prime Rate)

Zinssätze, zu denen Zentralbanken (Notenbanken) Zentralbankgeld zur Verfügung stellen.

LIBOR

Der LIBOR (London InterBank Offered Rate) ist ein am Londoner Geldmarkt angewendeter kurzfristiger Referenzzinssatz, zu dem die Bank einer anderen kurzfristige Einlagen überlässt bzw. Geldmarktkredite aufnimmt.

Marge

Wird in Basispunkten (BP) auf den Basiszinssatz (z. B. EURIBOR) in Abhängigkeit von der Bonität des Darlehensnehmers aufgeschlagen. Unter Marge versteht man auch die Spanne zwischen An- und Verkaufspreis bzw. die Spanne zwischen Soll- und Habenzinssatz oder bei der Arbitrage die Differenz des Kurses an verschiedenen Handelsplätzen.

Nominalzinssatz

Jährlicher Zinssatz ohne Berücksichtigung von Nebenkosten und Abrechnungsperiode.

Pauschalrate

In den Pauschalraten ist ein Teil für Kapitaltilgung und ein Teil zur Zinsenzahlung enthalten. Die Pauschalraten sind derart berechnet, dass am Ende der vereinbarten Laufzeit die Finanzierung zur Gänze zurückgezahlt ist. Eine Änderung des Zinssatzes erfordert daher auch eine Anpassung der Pauschalraten.

Pönale (Konventionalstrafe = Vertragsstrafe)

Strafe, die der Schuldner (Kreditnehmer) dem Gläubiger (Bank) für die Nichterfüllung leisten muss. Die Pönale ist ein pauschalierter Schadenersatz. Das heißt, der Gläubiger muss nicht nachweisen, dass ihm ein Schaden entstanden ist, er erhält auf jeden Fall die Pönale, wenn der Kreditnehmer nicht rechtzeitig oder nicht vertragsgerecht zahlt.

Promesse

Dies ist die verbindliche Zusage der Bank, ein Darlehen einzuräumen. In der Promesse wird auch festgehalten, zu welchen Bedingungen ein Darlehen gewährt wird.

Rechtsgebühr

Steuer in der Höhe von 0,8 % der Kredit-/Darlehenshöhe.

Sekundärmarktrendite (SMR)

Die Sekundärmarktrendite ist ein Durchschnitt der Renditen aller festverzinslichen Anleihen des Bundes (SMR-Bund) oder aller Emittenten (SMR-Emittenten). Die SMR dient ebenfalls oft als Grundlage für die Zinsbemessung einer Finanzierung.

Swap-Satz

Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet Tausch bzw. tauschen. Getauscht werden in diesem Fall unter Banken Zinssätze zur Sicherung von (zukünftigen) Kapitaltransaktionen.

Tilgung

Die Tilgung umfasst die Rückzahlung von Krediten/Darlehen oder den Rückkauf einer Anleihe durch den Schuldner.

Tilgungsträger

Bei so genannten endfälligen Finanzierungen erfolgt die Tilgung in der Regel aus dem Erlös einer Veranlagung. Am häufigsten werden dafür monatlich zu besparende fondsgebundene Lebensversicherungen oder Investmentfonds verwendet.

Umschuldung

Umschuldung bedeutet bestehende Schulden mit neuen Krediten abzulösen (die entweder billiger oder größer sind oder eine länger Laufzeit haben). Wenn die Zinsen sinken, möchten die meisten Kreditnehmer ihre festverzinslichen Schulden gern umschulden. Die Banken fordern in diesen Fällen häufig Konventionalstrafen für vorzeitiges Zurückzahlen.

Verbraucherpreisindex (VPI)

Stellt ein statistisches Maß dar, welches Veränderungen der Preise von typischen Gütern und Dienstleistungen, die ein Haushalt im Allgemeinen verbraucht (repräsentativer Warenkorb), misst. Die Veränderung wird meist gegenüber dem Vormonat oder dem Vorjahr in Prozent gemessen.

Vertragserrichtung

Für die Errichtung des Kaufvertrages einer Immobilie oder einer Liegenschaft wird die Beiziehung eines Notars oder Rechtsanwaltes empfohlen. Die Kosten für die Vertragserrichtung bewegen sich üblicherweise zwischen 2 % und 4 % der Kaufsumme

Verzugszinsen

Zinsen, die ein Schuldner bei verspäteter Zahlung zu entrichten hat.

Zinsen

Variabler Zinssatz: Ein variabler Zinssatz wird nach genau festgelegten Regeln (Zinsenanpassungsklausel) während der Laufzeit einer Finanzierung an das herrschende Marktniveau angepasst. Fixzinssatz: Der vereinbarte Zinssatz kommt während der vereinbarten Periode zur Anwendung. Nach Ablauf der Fixzinsperiode kommt der vereinbarte variable Zinssatz zur Anwendung. Es kann aber auch eine neue Zinsenfixierung vereinbart werden.

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Franz Pokorny